KatS-Übung in Hannover-Bothfeld mit THW, Feuerwehr, DRK und ASB
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- Veröffentlicht am Sonntag, 06. September 2009 20:00
Lange wurde auf dieses Wochenende hingefiebert, unser Großereignis im Jahr 2009.
Unzählige Stunden an Vorbereitung lagen hinter dem ORGA-Team der diesjährigen Wochenend-Übung / KatS-Übung.
Ursprünglich war geplant, dass die Wochenendübung, wie auch schon im Jahr 2007, in Berlin stattfinden sollte.
So dachte zumindest jeder, aber manchmal kommt es anders, als man denkt. Dazu später mehr.
Die Übung wurde auf der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Hannover Bothfeld ausgetragen.
Das ORGA-Team um unseren Zugführer Dennis Heyer war bereits ab Freitag vor Ort, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen und entsprechende Szenarien aufzubauen.
Beteiligt an der Übung waren in diesem Jahr erstmals nicht nur THW-Einsatzkräfte aus Peine, sondern auch der Ortsverband Sarstedt, die Feuerwehren aus Ruthe und Giften (beide zugehörig der Stadt Sarstedt), das Deutsche Rote Kreuz aus Peine und der ASB aus Peine.
So bot sich eine Übung mit insgesamt rund 120 Einsatzkräften.
Während der OV Peine und die Kameraden aus Sarstedt, Ruthe und Giften sich um 7.00 Uhr in der Peiner Unterkunft zur Fahrt nach Berlin trafen, rückten DRK und ASB ebenfalls zur Sammelstelle an der Feuerwehtechnischen Zentrale in Peine aus. Zu diesem Zeitpunkt gingen noch alle von einer Fahrt nach Berlin aus.
Um ca. 7.30 Uhr kam dann allerdings eine Voralarmierung für eine Gasexplosion in Hannover mit mehreren verletzten Personen. Das dies bereits der eigentliche Übungsbeginn war, wusste niemand.
Also rückten die THW-Einsatzkräfte zum Bereitstellungsraum "Parkplatz Varrelheide" auf der BAB 2 aus, die Kameraden von DRK und ASB rückten direkt zur Einsatz (Übungs-)stelle aus.
Um ca. 8.30 Uhr waren dann DRK und ASB vor Ort und man stellte natürlich sofort fest, dass hier kein Einsatz auf die Kameraden wartete, sondern das exakt an diesem Ort die Übung stattfinden sollte.
Die jeweiligen Führungskräfte von beiden Organisationen trafen sich mit der Übungsleitung zu einem Lagegespräch, während im Hintergrund die THW- und Feuerwehrkameraden zum Gelände alarmiert wurden.
Und ab diesem Zeitpunkt begann die Übung.
DRK und ASB kümmerten sich zunächst um die Errichtung einer sogenannten Triage.
Unter einer Triage versteht man eine "Zeltstadt" in der verletzte Personen je nach Schweregrad der Verletzung behandelt wurden. Im ersten Zelt werden die Verletzten von THW & Feuerwehr übergeben, im zweiten Zelt kümmert sich dann ein Notarzt um die weitere Versorgung, die dann je nach Schweregrad in einem der drei nächsten Zelte vorgenommen wird.
Als dann THW und Feuerwehr anrückten, ging es auch kurz zur Lagebesprechung.
Kurz danach wurden 2 UEAL (Untereinsatzabschnittsleitungen) gebildet, bei der eine der OV Sarstedt und eine das DRK Peine übernahm. Für die THW- und Feuerwehrkräfte kam dann auch direkt der erste Einsatz.
Durch eine Gasexplosionen wurden mehrere verletzte Personen in zwei Häusern vermutet.
So durchkämmte man die Gebäude nach und nach und brachte die ersten verletzten Personen in die Triage, bevor auf einmal in einem Gebäude auf dem Kasernengelände ein Brand ausbrach.
Gelegt wurde dieser von zwei zufällig anwesenden Kameraden der Berufsfeuerwehr Hannover.
Dichte Rauchschwaden zogen über das Gelände und die Feuerwehren aus Ruthe und Giften hatten alle Hände voll zu tun. Als dann der Brand gelöscht war und auch die alle übrigen verletzten Personen aus den Gebäuden befreit wurden, war ganz kurz Zeit für eine kurze Erholungspause.
Aber diese war wirklich nur von äußerst kurzer Dauer, denn mit einem lauten Knall kündigte sich das nächste Übungsszenario an.
Ein Ultra-Leichtflugzeug war in ein Kraftwerk geflogen, welches sich auf dem Gelände befand.
Nach kurzer Zeit rückten die ersten Kräfte bereits zum Kraftwerk ab, wo sich allen Kameraden ein schreckliches Bild bot. Schreiende Personen, zerstörte Fenster und dazu noch das übriggebliebene Wrack des Flugzeugs.
Alle Helfer behielten aber einen kühlen Kopf und retteten insgesamt 15 verletzte Personen aus dem völlig zerstörten Gebäude.
Während und nach diesem Haupt-Übungsszenario waren noch ein paar kleinere Szenarien eingebaut, welche aber auch schnell und kompetent abgewickelt wurden.
Gegen 15 Uhr war dann das vorläufige Übungsende angesagt.
Da jedoch noch reichlich Zeit war, beschloss man eine gemeinsame Ausbildung zu machen.
So versammelten sich die Einsatzkräfte von THW, Feuerwehr, DRK und ASB zu den verschiedensten Ausbildungsvarianten.
Die beiden o.g. Kameraden der Berufsfeuerwehr Hannover gaben den Kräften von DRK und THW eine überaus interessante 2-stündige Ausbildung am 1. Übungsauto zum Thema "verletzte Personen aus Autos retten", während sich Feuerwehr und ASB selbst am 2. Übungsauto bewiesen.
Zudem wurden noch Mauerdurchbrüche, sowie der Gebrauch eine Betonkettensäge geübt.
Am Abend stand noch ein kameradschaftlicher Grillabend zum Abschluss einer tollen Übung an.
Hier konnte sich jeder austauschen und den erlebten Tag in teilweise intensiven Gesprächen rekonstruieren.
Natürlich kam auch das Feiern und das Knüpfen neuer Kontakte nicht zu kurz, sodass der Abend ein gelungener Abschluss wurde.
Am Sonntag war dann nur noch der Rückbau, das Verlasten von diversen Utensilien, sowie der Abbau der Zelte angesagt, bevor alle Einheiten zu Ihren Standorten zurückfuhren.
Nun bleibt noch DANKE zu sagen für eine tolle Übung an:
- alle teilnehmen Organisationen
- alle fleißigen Fotografen, die in unzähligen Bildern das Erlebte festhielten
- das Küchenteam aus Sarstedt, welches für eine perfekte Verpflegung sorgte
- die Realistische Unfall Darstellung (RUD) der DRK Ortsgruppe Borsum
- die beiden Kameraden der Berufsfeuerwehr Hannover für ihr vorbildliches Engagement
- den OV Ronnenberg für den Transport der Fahrzeuge, sowie der Hilfe beim Platzieren des Flugzeugs
Sicherlich wird dies nicht die letzte Übung in der Form gewesen, ich denke, da können wir uns sicher sein.
Ein "Best Of" aus 130 Fotos von der Übung gibt es hier








